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Heimwehr und Notgemeinschaft
- Details
- Kategorie: Geschichte
- Veröffentlicht am Montag, 23. Oktober 2006 13:58
- Geschrieben von Buschmann
Der Gedanke, dass eine Heimwehr auch auf dem Lande erforderlich wäre, setzte sich seit seinen Anfängen im 14. Jahrhundert erst allmählich durch. Es entstanden erste Gruppierungen von Schützen, die sich in der Heimatverteidigung übten und also eine Heimwehr bildeten. Sie wurden bald Schützen genannt, diese ausschließlich männlichen Mitglieder einer solchen Verteidigungs- und Notgemeinschaft.
Aus zwei Gründen bildete sich dieser Begriff "Schützen" heraus. Sie schützten unter Einsatz ihres Lebens ihre Familien, Frauen, Kinder, Greise sowie ihr Hab und Gut, das oft genug bei Überfällen sogenannter marodierender Haufen von Landsknechtssoldaten in Rauch und Flammen aufging. Marodierende Haufen wurden aus Gruppen von oft sehr verrohten Soldaten gebildet, die raubend und plündernd umherzogen, Beute machten und dabei auf grausamste Weise gegen die Dorfbevölkerung vorgingen. Sie hatten sich von ihren Heerhaufen abgesetzt, entweder mit oder ohne Erlaubnis ihrer Vorgesetzten, die Anteil an der Beute hatten.
Besonders arg hausten sie nach verlorenen Schlachten, wenn sie versprengt und orientierungslos, eben ohne jegliche Bindung an Zucht und Ordnung, umher zogen. Hiergegen versuchten sich die Heimwehren, die Schützen, zur Wehr zu setzen.
Das Wort Schützen aber beinhaltet auch die an einen Schützen gekoppelte Aufgabe, mit einer Waffe sachgerecht umgehen zu können, sei es nun Pfeil und Bogen, Armbrust oder das sogenannte "Feuerrohr", Vorläufer dessen, was wir heute Gewehr nennen. Der Schütze war also der, der einerseits zum Schutze, zum Beschützer von irgend etwas (Haus, Familie, Dorf) aktiv war und dabei andereseits die "Kunst" des Schießens beherrschte oder beherrschen solte. Und also hatte sich der Schütze im Schießen zu üben.
Schützen hatten einen schweren Stand
Freilich
hatten unsere ländlichen Schützen als Mitglieder einer
Heimwehr im Sinne von Notgemeinschaften gegen die rohen und
militärisch geübten Landsknechte, die Söldner, die für
Geld das Töten des Gegners besorgten, einen schweren Stand,
zumal sie, die Bauern, Knechte und Handwerker, eher darin geübt
waren, Grundlagen für das Leben, den Lebensunterhalt mit ihrer
Hände Arbeit zu gewährleisten, als zu töten. Ihrer
ganzen inneren Haltung, ihrer Mentalität nach, waren sie nicht
auf das Töten hin ausgerichtet, sonder hatten, auch entsprechend
ihrer religiösen Einstellung, eher Skrupel, jemandem Schaden
zuzufügen. Kurzum: Sie hatten in mehrerlei Hinsicht einen
schweren Stand.
„Einander beistehen wie Brüder“ 
Aufgrund
der besonderen Situation, in der sich Schützen befanden, war es
unabdingbar, dass sie fest zusammenhielten, sich aufeinander
verlassen konnten. Wie Brüder wollten und mussten sie
zusammenstehen. So nannten sie einander auch „Bruder“,
Schützenbruder. Diese Bezeichnung hat sich über
Jahrhunderte hinweg bis heute erhalten. Viele Zusammenschlüsse
von Schützen, die sich in besonderer Weise einer
Schützentradition verpflichtet fühlen und einem
entsprechenden Verband angehören, nennen sich aus diesem Grunde
Bruderschaften.Schützen bildeten eine Vereinigung, die
niemals etwas mit Militarismus vom Ursprung her zu tun hatte.
Schützen waren im Gegenteil Feinde derer, die das damalige
Militär ausmachten, in der Regel Landsknechte und Söldner.
Die
Entstehungszeit der ersten Schützenvereinigungen, die allerdings
nicht gleichzusetzen sind mit der Struktur, die unsere
Schützenvereine heute haben, ist für unsere Region, das
Hochstift Paderborn, im 15./16. Jahrhundert anzusetzen.
Hubert Plogmeier in Eissen - Bild unserer Heimat, Seite 19
Wetter
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- Restabfall Fr. 25 Mai, 2012 (8:00) Müllabfuhr
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- KFD-Fahrt Sa. 2 Jun, 2012 (7:00 - 20:00) kfd





