| Gestaltung des Raumes durch natürliche Kräfte |
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Zunächst muss das Wasser als gestaltende Kraft genannt werden. Wasser hat die große Mulde gleichsam ausgeräumt. Auf dem Boden der Mulde lagerten Mergel und Ton. Sie leisteten der Abtragung durch das Wasser weniger Widerstand als die harten Kalksteine im Bereich der Randbörde. Die vielen Bäche und sonstigen Wasserläufe spülten die weichen Keupermergel fort, den harten Muschelkalkrahmen ließen sie stehen. Dies alles geschah, noch bevor der Löß die Landschaft bedeckte. Auch an der Gestaltung der Kuppen war die Tätigkeit des Wassers wesentlich beteiligt. Sie bestehen aus Basalt und Basalt-Tuffgesteinen, die härter sind als der Keupermergel ringsum. Der Abtragung leisteten sie größeren Widerstand und blieben als Bergkegel und Kuppen in der Ackerflächenlandschaft stehen, während das weichere Material abgetragen wurde. Neben den Bergkegeln Desenberg und Hüssenberg sind das Weißholz und der Tannenkopf bei Lütgeneder sowie der Dörenberg bei Daseburg weitere Beispiele von Kuppen, die wir in der Börde finden. Ein weiteres Element, das zur Gestaltung der Börde erheblich beigetragen hat, ist der Wind. Er wehte in der Eiszeit den fruchtbaren Löß in das Bördebecken hinein. In dieser Zeit schoben mächtige Eisberge, die aus dem Norden bis in unsere Regionen kamen, Steingeröll und Erdmassen vor sich her. In der Warburger Börde ist die Mächtigkeit der Lößschichten sehr verschieden. An einzelnen Stellen fehlt er ganz, an anderen kann er eine Tiefe von sechs und mehr Metern erreichen. Die gestaltende Kraft des Feuers darf als weiteres Element bei der Gestaltung der Börde nicht vergessen werden. Feurig-flüssige Massen im Inneren der Erde drängten mit gewaltigem Druck nach außen. An mehreren Stellen durchbrachen sie die drei Schichten von Muschelkalk, Keuper sowie Löß und erreichten die Oberfläche. Hier erstarrten diese Massen aus dem Erdinneren, die wir Lava nennen. Sie ist jetzt als Basaltgestein des Vulkanberge Desenberg und Hüssenberg inmitten der Börde zu sehen. Den Gesamtaufbau der Warburger Börde veranschaulicht ein schematischer Querschnitt. Die Profile des Desenberges und des Hüssenberges steigen gleichmäßig an. Unten liegen Keuperschichten, während weiter oben der Basalt einsetzt. Desenberg und Hüssenberg tragen also eine Basaltkappe. Keuper ist eine Mischung aus Ton, Sand und Dolomitgestein. Darin eingeschlossen befinden sich Gipslagen. Hubert Plogmeier: Eissen - Bild unserer Heimat Seite 12 und 13
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