Verden an der Aller - alles andere als ein Ruhmesblatt PDF Drucken E-Mail

782 vernichten die Sachsen sogar ein fränkisches Heer am Süntel unweit vom heutigen Hameln. Karls Wut kennt keine Grenzen. In dem berüchtigten Strafgericht zu Verden an der Aller lässt er rund 4.000 Sachsen hinrichten. Historisch ist dieses Ereignis allerdings umstritten, es gibt Historiker, die es anzweifeln, da bis jetzt keine Spuren dieses Verbrechens gefunden werden konnten. Sachsen in erheblicher Zahl werden aus ihren Stammlanden vertrieben, zwangsumgesiedelt und in fernere Lande verschleppt oder versklavt. Die Übermacht der Franken führt schließlich zur totalen Unterwerfung der Sachsen. 785 lässt sich Widukind in Attigny (im heutigen Frankreich) taufen. Von ihm berichtet fortan keine Geschichtsquelle mehr. Die Sachsen müssen sich unter Androhung von Todesstrafen allesamt taufen lassen, huldigen aber noch lange zu einem großen Teil insgeheim ihren alten Göttern. 804 enden die letzten Aufstandsversuche der Sachsen. Karl hat auf seine Weise gesiegt und christianisiert.

Hubert Plogmeier: Eissen - Bild unserer Heimat, Seite 92

 
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