Ein erbarmungsloser Krieg PDF Drucken E-Mail

Karls Krieg gegen die Sachsen in Kurzform: Im Jahre 772 zieht der Frankenkönig mit einem großen Aufgebot vor die Eresburg an der Diemel (Obermarsberg), ein starke Festung im Süden des Sachsenlandes und erobert diese. Die Irminsul, wohl ein heiliger, besonders mächtiger und hoch gewachsener Baum, möglicherweise auch eine hölzerne Säule, Heiligtum der Sachsen, wird zerstört, der zugehörige heilige Hain verwüstet. Der Standort der Irminsul wird sowohl von Obermarsberg als auch von der Iburg/Bad Driburg beansprucht.

Von der Eresburg aus zieht Karl an die Weser und durchquert also unseren Heimatbereich. Herstelle war für ihn und sein Heer ein bevorzugter Platz, um zu überwintern. Damit war der Religionskrieg eröffnet und die sogenannte Schwertmission gegen die Sachsen nahm ihren Lauf.
Von 775 bis 780 wird der Krieg gegen die sich tapfer wehrenden Sachsen fortgesetzt. Massentaufen sächsischer Menschen werden von den Franken erzwungen, so an den Quellen der Lippe, im heutigen Bad Lippspringe. Wie schon festgestellt, waren die Sachsenkrieger in allen Belangen unterlegen – nur nicht in Sachen Mut, Aufopferung und Freiheitswille sowie Durchhaltevermögen.

Hubert Plogmeier: Eissen - Bild unserer Heimat, Seite 91

 
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