| Geschichte der Sachsenstämme |
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Wenden wir uns einer kurzen Zusammenfassung der Geschichte des Volkes bzw. des Stammes der Sachsen mit seinen Teilstämmen zu. Der Name der Sachsen hat sich aus der Benennung der bevorzugten Waffe der Krieger dieses Volksstammes entwickelt. Der sahs (Sachs) war das für die waffenfähigen Männer dieses Stammes typische Kurzschwert (siehe Sachsenkriege). Die Träger dieser Waffe nannte man sahsnotas, was soviel bedeutet wie Schwertgenossen (Kampfgenossen).Das Volk der Sachsen lebte zunächst, das heißt um 150 n. Chr., östlich der Unterelbe, im heutigen westlichen Holstein. Nach und nach erweiterten sie ihr Gebiet. Sie setzten um 500 n. Chr. zusammen mit Mitgliedern eines benachbarten Stammes, den Angeln, nach Britannien über und wurden dort sesshaft. Die Benennung England kommt von Angel-land, Land der Angeln. Auch die sprachliche Verwandtschaft des Englischen mit dem Deutschen hat hier seine Wurzeln – beide sind germanische Sprachen. Andererseits drangen die Sachsen in westlicher und südlicher Richtung über die Elbe hinaus vor, besiedelten den nordwestdeutschen Raum und gelangten im Süden bis zum sauerländischen Rothaargebirge sowie bis zu einer Linie, die sich etwa von Korbach bis nördlich von Kassel hinzieht. Der somit zum Teil einbezogene nordhessische Raum wurde in den späteren Jahrhunderten aber wieder vom hessischen Einfluss bis etwa zu heutigen westfälischen Grenze überlagert. Die Hessen sind im Wesentlichen eine Mischung aus Angehörigen des Stammes der Chatten und Ostfranken. Im Westen drangen die Sachsen etwa bis zum Rhein vor. Um 600 n. Chr. war diese Sächsische Landnahme, wie sie in Geschichtswerken genannt wird, abgeschlossen. Westlich und südlich des Sachsenlandes lebten fränkische Stämme.Die „Saxonisierung“ unserer Region einschließlich Nordhessens und Waldecks wird schon dadurch deutlich, dass eine Fülle von Ortsnamen auf -hausen endet. Dieses ist typisch für den sächsischen Einfluss. Die Endung -hausen finden wir in dem altsächsischen -husin bzw. -husen wieder. Die Endsilbe -sen in Ortsnamen ist lediglich ein verkürzt gesprochenes – hausen. Denken wir nur an Niesen – ursprünglich hieß dieser Ort Niehausen. Zu Schweckhausen sagen wir in der verkürzten Form Schwecksen. Und Eissen? Darauf kommen wir später zurück!Keineswegs wurden die im nordwestdeutschen Raum beheimateten Stämme von den Sachsen vernichtet. Sie gingen im Gegenteil ineinander auf. Stämme, die von den Sachsen aufgesogen wurden, sind beispielsweise die Chauken, Brukterer und Cherusker. Das sächsische Element aber überwog. Hubert Plogmeier in Eissen - Bild unserer Heimat Seite 60 und 61
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